Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gilt grundsätzlich als eine freiwillige und zusätzliche Form der Absicherung vor finanziellen Engpässen, wenn eine Berufsunfähigkeit eingetreten ist.
Denn immer mehr Arbeitnehmer scheiden, insbesondere krankheitsbedingt, vorzeitig aus dem Berufsleben und wechseln in den Invalidenstatus.
Die Ursachen dafür liegen bei schweren Erkrankungen wie Tumorleiden, Rückenproblemen und psychischen Ursachen.
Fällt durch die Unfähigkeit, den bisher ausgeübten Beruf weiter durchzuführen, das monatliche Einkommen weg, soll die gesetzliche Invalidenrente einspringen.
Wer da jedoch hofft, sein Leben ungehindert weiter führen zu können, wird meist schnell erkennen, dass sich Versorgungslücken auftun. Denn bei weitem werden die Mittel nicht ausreichen, da nur ein bestimmter Prozentsatz des letzten Einkommens als Grundlage für diese gesetzliche Rente berechnet wird.
Ist gar der Hauptverdiener einer Familie ausgefallen und müssen weitere Familienmitglieder versorgt werden, ist es um die Finanzen schlecht bestellt.
Besonders „eng“ wird es jedoch dann, wenn noch ein Darlehen abzuzahlen ist. Nicht selten sind auf diese Weise bereits Immobilien „unter den Hammer“ gegangen.
Berufsgruppen, die einem erhöhten Risiko unterliegen wie Dachdecker, Feuerwehrleute oder andere Bauberufe, sind zudem auch von einem weitaus größeren Kräfteverfall bedroht, als Arbeitnehmer, die beispielsweise einer Bürotätigkeit nachgehen.
Zu den Grundsätzen einer Berufsunfähigkeit gehört, dass der Geschädigte wenigstens drei Jahre lang hintereinander nicht in der Lage ist, seinen ausgeübten Beruf aufnehmen zu können und auch keiner anderen beruflichen Tätigkeit nachgehen kann, um in den Genuss einer Rente zu gelangen.
Einige Versicherer bieten die Möglichkeit, auch einen erweiterten Schutz in Anspruch zu nehmen. In diesem Fall kann der berufsunfähige Arbeitnehmer Ansprüche auf eine Rente auch schon früher geltend machen.
Dann kann ein gesundheitlicher Schaden als Berufsunfähigkeit gewertet werden, wenn der Versicherungsnehmer voraussichtlich sechs Monate lang oder sogar länger nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf zu wenigstens 50 Prozent ausüben zu können und es auch nicht möglich ist, eine andere Beschäftigung aufzunehmen.
Wie sich im einzelnen die Konditionen gestalten, ist vom jeweiligen Versicherer abhängig. Wer entsprechend vorsorgen will, sollte also nicht nur nach der Höhe der Beiträge fragen, sondern auch bestimmte Optionen ansprechen. Versicherungsvergleiche tragen dazu bei, günstig und umfassend abgesichert zu sein.

